Die letzte Gemeindeversammlung der Amtsperiode 22 – 25 hat am Dienstagabend den kurzfristig abgespeckten Kostenvoranschlag der Einwohnergemeinde mit dem gleich bleibenden Steuerfuss von 97 % gutgeheissen.
Das Traktandenbüchlein war, wie Gemeindeammann Toni Möckel gleich zu Beginn bekanntgab, in zwei zwei relevanten Punkten bereits überholt. Dies nach Interventionen der Finanzkommission (Fiko) und der SVP Würenlos. Kurzfristig zog der Gemeinderat erstens einen Verpflichtungskredit von 185’000 CHF für einen Pumpversuch (Grundwasserwärmepumpe) für den Ölheizungsersatz der Schul- und Gemeindeliegenschaften zurück.
Stärker ins Gewicht fällt zweitens die Streichung des Budgetpostens von CHF 800000 (erste Tranche des Gemeindeanteils an den Kosten der Sanierung und Neugestaltung der Landstrasse zwischen SBB-Barriere und Kreisel Ländli). Die Gemeinde müsste sich mit gesamthaft 3,2 Mio CHF am Strassenbauvorhaben des Kantons zu beteiligen, verteilt auf je 800’000 CHF in den Jahren 2026 und 2027, je CHF 600’000 in den Jahren 2028 und 2029 sowie auf eine Schlusszahlung von 400’000 CHF im Jahre 2030.
Nach Ansicht der Fiko und der SVP sind diese Zahlungen abzulehnen, solange der Würdeloser Souverän nicht eine Sanierung und die damit verbundenen Inverstitionen gutgeheissen hat. Auch der Gemeinderat ist der Ansicht, dass die gesamte Kostenbeteiligung als eigenständiges Traktandum einer Gemeindversammlung zu unterbreiten ist.
Weitere Sparempfehlungen der Fiko lehnte aber die Versammlung ab. Bis auf eine : 25’000 CHF für eine neue Beschilderung (Signaletik) im Gemeindehaus wurden als entbehrlich gestrichen. Viel zu lange, mit Inbrunst und teilweise mit erheblicher Inkompetenz wurde um Kleinigkeiten, wie eine Lohnsumme von wenigen 1000 Franken auf der Bauverwaltung oder Stellenprozente gestritten – angesichts der möglichen Auswirkungen aufs Budget geradezu ein Musterbeispiel dafür, wie sehr ineffiziente Basisdemokratie nerven kann.
Dank der erfolgten Streichungen reduziert sich das Finanzierungsergebnis (Verlust) aber immerhin von CHF 1’037850 auf gerade noch CHF 72’850. Die Neuverschuldung reduziert sich entsprechend. Der Antrag des Gemeinderates zum Steuerfuss gab blieb unbestritten.
Genehmigt wurden die beiden Kreditabrechnungen Sanierung des Abwasserpumpwerkes «Tägerhard» und die Planung Dorfzentrum – 14 Jahre nach Sprechung des Kredites. Beide Abrechnungen schlossen mit Kreditunterschreitungen. Acht Einbürgerungen wurden ohne Gegenstimmen zugesichert.
Schliesslich konnte Gemeindeammann Möckel mehrere Behördenmitglieder verabschieden, die auf Ende Jahr von ihrem Amt zurücktreten. Allen voran Gemeinderat Consuelo Senn, der drei Jahre lang das anspruchsvolle Amt des Hochbauvorstands bekleidete, aber auch nicht weniger als 20 Jahre in der Planungskommission wirkte. Dann den aktuellen und den früheren Präsidenten der Finanzkommission, Pascal Renaud-dit-Louis sowie Thomas Zollinger, der ab 2027 für die SVP im Gemeinderat Einsitz nehmen wird.


