{"id":4433,"date":"2022-05-14T18:40:19","date_gmt":"2022-05-14T16:40:19","guid":{"rendered":"https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/?p=4433"},"modified":"2022-05-14T18:40:20","modified_gmt":"2022-05-14T16:40:20","slug":"strapazierte-geduld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/strapazierte-geduld\/","title":{"rendered":"Strapazierte Geduld"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wir W\u00fcrenloserinnen und W\u00fcrenloser haben ja nicht den Ruf, politisch besonders flink zu agieren. Doch sogar unsere Geduld kann geh\u00f6rig strapaziert werden. Etwa, wenn der Kanton in einer Gemeindeangelegenheit ein wichtiges Wort mitzureden hat. An der Info-Veranstaltung des Gemeinderats im Vorfeld der Sommer-Gemeindeversammlung ist das an zwei Beispielen illustriert worden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0403-e1517737885967.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0403-e1517737885967-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2924\" srcset=\"https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0403-e1517737885967-300x225.jpg 300w, https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0403-e1517737885967-768x576.jpg 768w, https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0403-e1517737885967-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wuerenblicker.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/IMG_0403-e1517737885967.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Das Geld f\u00fcr die Revision der Allgemeinen Nutzungs<br \/>planung ist schon 2018 bewilligt worden.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-small-font-size\"><strong>7 Monate <\/strong>wird es gedauert haben, wenn der Kanton voraussichtlich im August zum <strong>Projekt Alterszentrum W\u00fcrenlos<\/strong> Stellung nehmen wird, wie der neue Hochbauvorstand <strong>Consuelo Senn<\/strong> dem sp\u00e4rlich erschienen Pubikum am Info-Abend vorrechnete. Die Abteilung f\u00fcr Baubewilligungen des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt pr\u00fcft Baugesuche f\u00fcr ein Projekt, wenn dieses etwa die Verkehrsverh\u00e4ltnisse auf Kantonsstrassen (Landstrasse) beeinflusst oder Gew\u00e4sser (Furtbach) tangiert. Die Projektunterlagen seien dem Kanton im Januar \u2013 parallel zur \u00f6ffentlichen Auflage im Baubewilligungsverfahren \u2013 unterbreitet worden.. Bis die Stellungnahme aus Aarau eintreffe, sei der Gemeinderat als Baubeh\u00f6rde \u00abauf Stand-by\u00bb, so Senn.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass der Kanton f\u00fcr die Pr\u00fcfung des Bauprojektes sieben oder mehr Monate brauche, sei unverst\u00e4ndlich, sagte <strong>Sigi Zihlmann<\/strong> (Vorstandsmitglied des Vereins Alterszentrum) an der Info-Veranstaltung. Es sei schliesslich davon auszugehen, dass der Kanton schon lange vor dem Januar 2022&nbsp; in die Projektierung einbezogen worden sei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings kommt vielleicht die Verz\u00f6gerung gerade recht, hat doch auch auch die <strong>Gemeinde noch Hausaufgaben zu erledigen<\/strong>. Die verkehrsm\u00e4ssige Erschliessung der Zentrumswiese ist noch nicht endg\u00fcltig geregelt. F\u00fcr den Ausbau der Poststrasse im S\u00fcden ist das Baugesuch eben publiziert worden. Und \u00fcber die Norderschliessung (R\u00f6ssliweg bei Kinderoase) wird noch gehirnt. Ein erstes Projekt hat die Gemeindeversammlung Ende 2021 zur\u00fcckgewiesen, weil f\u00fcr den Ausbaug&nbsp; des R\u00f6ssliwegs nicht nur angrenzendes Privatland  beansprucht werden solle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">7 Monate \u2013 von Juni 2021 bis Februar 2022 \u2013 lag&nbsp; auch die <strong>Gesamtrevision der Allgemeinen Nutzungsplanung<\/strong> beim Kanton zur Vorpr\u00fcfung<strong>. <\/strong>Nach <strong>d<\/strong>er Kreditbewilligung durch die Gemeindeversammlung Ende 2016 gings im Januar 2018  richtig los. Das beauftragte Planungsb\u00fcro, Fachspezialisten, eine Spezialkommission und Arbeitsgruppen, f\u00fcr welche sich \u00fcber 40 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger beworben hatten, nahmen ihre Arbeit auf. Gem\u00e4ss damaligem Ablaufplan h\u00e4tte die Gesamtrevision von der Sommergmeind 2021 verabschiedet und bis Ende 2021 vom Regierungsrat in Kraft gesetzt werden sollen.<br \/>&nbsp;<br \/>Doch Ende letzten Jahres war das kantonale Baudepartement (Abteilung f\u00fcr Baubewilligungen) noch an der Vorpr\u00fcfung des Entwurfs. Im Februar 22  dann die Stellungnahme aus Aarau mit 25 Vorbehalten und 50 so genannten Hinweisen.  Ins Gewicht fallen vor allem die <strong>Vorbehalte<\/strong>. Dazu zwei Beispiele: Aarau h\u00e4lt das W\u00fcrenloser Bev\u00f6lkerungsziel von 7300 Personen f\u00fcr den Planungszeitraum von 15 &#8211; 20 Jahren f\u00fcr zu tief \u2013&nbsp; Stichwort innere Verdichtung.&nbsp; Und  verlangt wird die Einf\u00fchrung der Gr\u00fcnfl\u00e4chenziffer (zwecks besserer Durchgr\u00fcnung des Siedlungsgebiets) nicht nur in Wohnzonen, sondern auch in gemischten Wohn- und Gewerbezonen.&nbsp;Im Juni treffen sich Gemeinde- und Kantonsvertreter zu einer <strong>ersten Besprechung.<\/strong> Wird die neue Nutzungsplanung teilweise noch korrigiert, unterzieht sie der Kanton einer zweiten Vorpr\u00fcfung . Man hofft, sie m\u00f6ge weniger lang dauern als die erste.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel zur Vorpr\u00fcfung lief im Juli und August 2021 das <strong>\u00f6ffentliche Mitwirkungsverfahren<\/strong>. Dabei wurden 60 Antr\u00e4ge zu insgesamt 200 diversen Punkten der Nutzungsplanung gestellt. Nach den Sommerferien will der Gemeinderat \u00fcber die Antr\u00e4ge beschliessen und seine Entscheide in einem Mitwirkungsbericht zusammenfassen und begr\u00fcnden. Es folgen zwei Info-Veranstaltungen, eine Im August 22 <strong>f\u00fcr alle Grundeigent\u00fcmer <\/strong>und eine im Herbst f\u00fcr die <strong>Furtbachanst\u00f6sser<\/strong>, welche teilweise durch einen neu festgelegten \u00abGew\u00e4sserraum\u00bb eingeschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die weiteren Etappen, bis die ge\u00e4nderte Nutzungsplanung rechtskr\u00e4ftig wird, sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>\u00f6ffentliche Auflage<\/strong> mit Einwendungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr alle.&nbsp;<\/li><li>Verabschiedung durch die &#8212;<strong>Gemeindeversammlung<\/strong>. Laut Senn k\u00f6nnte&nbsp; sie bestenfalls im Dezember 2023 stattfinden &#8211; der zweitgenannte Termin vom Sommer 2024 scheint mir realistischer.&nbsp;<\/li><li>Inkraftsetzung durch den <strong>Regierungsrat<\/strong>. Wird&#8217;s Anfang 2024? Mit zweij\u00e4hriger Versp\u00e4tung auf den urspr\u00fcnglichen Zeitplan, wovon ein Teil auf pandemiebedingte Erschwernisse zur\u00fcckzuf\u00fchren sein mag<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Ein sechsj\u00e4hriger Planungs- und Entscheidungsprozess ist <strong>zu lang<\/strong> f\u00fcr eine Nutzungsplanung, die laut <a href=\"https:\/\/www.ag.ch\/de\/verwaltung\/bvu\/raumentwicklung\/orts-siedlungs-und-regionalplanung\/ortsplanung\/allgemeine-nutzungsplanung\">Raumplanungsrecht<\/a> auf einen Betrachtungszeitraum von 15 Jahren auszurichten ist. Viele der zugrundeliegenden Fakten und Annahmen sind nach sechs Jahren&nbsp; durch die Wirklichkeit l\u00e4ngst \u00fcberholt. Sollte man nicht schon 2024 die n\u00e4chste Gesamtrevision einleiten, ganz nach dem Motto \u00abMeister, die Arbeit ist fertig. Soll ich sie gleich flicken?\u00bb\u2026. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir W\u00fcrenloserinnen und W\u00fcrenloser haben ja nicht den Ruf, politisch besonders flink zu agieren. Doch sogar unsere Geduld kann geh\u00f6rig strapaziert werden. Etwa, wenn der Kanton in einer Gemeindeangelegenheit ein wichtiges Wort mitzureden hat. 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