Warum die Post ein Flachdach hat


Bis 1960 war die Post im Gasthof Rössli, im Raum links vom Eingang, heute «Rösslipost», untergebracht. Weil das Haus renoviert und umgebaut wurde, bezog die Post vorübergehend ein Provisorium.

Güller, IslerMit dem Erwerb der beiden Liegenschaften Isler und Güller fand die Post einen Platz für einen Neubau in unmittelbarer Nähe ihres alten Standortes. Sepp Isler betrieb im Erdgeschoss seines Hauses  bis anhin eine kleine Schreinerei und Oswald Güller war Landwirt. Ihre Häuser wurden 1967 abgebrochen.

 

Post 1

 

Der geplante Postneubau gab wegen des Flachdaches in der Gemeinde Einiges zu reden und fand bei der Behörde anfangs keine Zustimmung.  Architekt Hitz, der  der zugezogene Ortsplaner, wurde, war aber für die Flachdachlösung.

Post 2

 

 

Hitz argumentierte, mit einem Steildach werde  man den Kirchturm nicht mehr sehen. Die Behörde liess sich überzeugen und bewilligte den Neubau, der 1967/68 erstellt wurde. Ob das Kirchturm-Argument für Architekt Hitz selbst entscheidend war, sei dahingestellt. Vielleicht meinte er, es sei an der Zeit, dass die Moderne auch in Würenlos einziehe.

Kampfwahl und leere Busse

Kein bürgerlicher Schulterschluss. Die SVP tritt in der Gemeinderats-Ersatzwahl vom 26. April mit ihrem Präsidenten Thomas Zollinger gegen die FDP und ihren Kandidaten Markus Hugi an. Die Sünneli-Partei will ihren zweiten Gemeinderatssitz zurückholen, den sie bei den letzten Gesamterneuerungswahlen durch die  Abwahl von Johannes Gabi verloren hat. Nach Ablauf der Anmeldefrist für Kandidaturen am Freitag, den Dreizehnten, mittags, steht fest, dass es beim Duell um den Sitz von Karin Funk Blaser (FDP) bleibt und kein «wilder» Kandidat und keine «wilde» Kandidatin in die Hosen steigt. Im ersten Wahlgang ist aber grundsätzlich jede stimm- und wahlberechtigte Person wählbar. Die CVP hat auf eine Kandidatur verzichtet oder besser musste verzichten – mangels AnwärterInnen.  Das hat CVP-Präsident Sigi Zihlmann gegenüber würenblicker bestätigt. Ein ausführlicher Beitrag über die Kandidaten, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede wird nächste Woche erscheinen. (Aktualisiert am 14.3.)

Kein Bus mehr nach Hüttikon. Leser Guido Müller hat in einem Kommentar in diesem Blog die  vielen  Busse aufs Korn genommen, die fast leer durch die Schulstrasse und somit direkt vor seiner Nase  fahren. Geduld, Herr Müller! Ab Dezember stellen die Verkehrsbetriebe Glattal VBG den Betrieb ihrer Linie 491 zwischen Hüttikon und Würenlos (Raiffeisenbank) ein. Die VBG begründen dies mit der zu schwachen Nachfrage: Werktags wurden die 38 Kurse von durchschnittlich 0,89 Personen pro Kurs benützt, samstags waren es gar nur 0,86 Personen. In Würenlos fristeten die VBG-Busse ein Schattendasein, nicht einmal  eine Beschilderung bei den  Haltestellen Raiffeisenbank und Büntenstrasse hatte man in all den Jahren angebracht. Vielleicht bedauern es im nächsten Jahr doch einige, die Buslinie 491 nicht freudiger angenommen zu haben. Denn die S-Bahn fährt künftig zwischen Zürich und Regensdorf im 15-Minutentakt. Gäbe es den Bus von und nach Hüttikon dann noch, bestünde in Kombination der neuen  S 21 und Zusatzkursen des 491ers, die für die Morgen- und Abendspitze vorgesehen sind, auch zwischen Würenlos und Zürich HB ein Viertelstundentakt.