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Was sich südlich des Bahnhofs tun soll

Der Gemeinderat hat den Entwicklungsrichtplan für die Gebiete Bahnhof, Gewerbe Grosszelg und Im Grund sowie Wohngebiet Steinhof /Im Grund veröffentlicht. Mit dem Planwerk sagt der Gemeinderat, wie sich dieses Baugebiet, das teils stark unternutzt, teils noch nicht überbaut ist, in den nächsten Jahrzehnten entwickeln soll. Diese Zielvorstellung spurt nächste Planungsschritte vor.

Der Entwicklungsrichtplan betrifft fast das ganze Gebiet zwischen Bahnlinie (oben), Landstrasse (rechts) und Hürdlistrasse (unten). (Bild aus der Publikation der Gemeinde).
Der Entwicklungsrichtplan betrifft fast das ganze Gebiet zwischen Bahnlinie (oben), Landstrasse (rechts) und Hürdlistrasse (unten). (Bild aus der Publikation der Gemeinde).


Das Wichtigste in Kürze:

Nutzung (Download Richtplankarte : entwicklungsrichtplan_im_grund_nutzungen_zonen_ortsbild:

  • Wohn- und Gewerbezone WG3 im vorderen Areal Steinhof (entlang Landstrasse). Gasthof-Kopfbau und Gartenwirtschaft sollen erhalten bleiben.
  • Wohnzone im hinteren Areal Steinhof und im angrenzenden Gebiet Im Grund, dreigeschossig, in einem Streifen links und rechts der Grundstrasse zweigeschossig (je plus Attika). Damit wird die Siedlungsstruktur des Quartiers Hürdli grossomodo übernommen. Das Land westlich der Grundstrasse müsste aber erst eingezont werden.
  • Gewerbezone Bahnhof sowie Grosszelg. Vorrangig bleibt die gewerbliche Nutzung. Wohnungen dürfen nur für Hauswarte bzw, Betriebsinhaber gebaut werden. Im Dreieck südlich des Bahnhofs (heute Tankstelle und Lagerschuppen) soll die neue Landi gebaut werden.

Verkehr–Download Richtplankarte Mobilität, Verkehr, Parkierung und Erschliessung: entwicklungsrichtplan_im_grund_mobilitaet_verkehr_erschliessung_parkierung

  • Ganzes Gebiet Bahnhof (mit P&R und neuer Landi) + Gewerbegebiet Grosszelg: Zu- und Wegfahrt via Bahnhofstrasse.
  • Gebiet Steinhof: Zu- und Wegfahrt ab Landstrasse mit neuer Stichstrasse. Parkplatz Gasthof wie bisher.
  • Wohngebiet Im Grund: Zu- und Wegfahrt ab Landstrasse via Lättenstrasse-Hürdlistrasse.
  • Neue Fusswege zwischen Hürdlistrasse und Bahnhof, zwischen Juch- und Lättenstrasse sowie Unterführung für Langsamverkehr bei der SBB-Barriere.
  • Neue Streckenführung des Ortsbusses: ab Bahnhof via Grosszelgstrasse-Grundstrasse-Hungerbühlstrasse-Lättenstrasse in die Landstrasse. Alternative: Ab Hungerbühlstrasse via Juchstrasse.
  • Als blosse Option: Bahnüberführung Grundstrasse – Tägerhardweg für Velos und allenfalls Busse.

Der Entwicklungsrichtplan enthält auf den ersten Blick viele vernünftige Ideen und  Anordnungen. So werden für fürs Wohngebiet Im Grund sowie das gesamte Steinhof-Areal Sondernutzungspläne (Erschliessungs- und Gestaltungspläne) vorgeschrieben. Die Parkierung soll hier unterirdisch sein und es ist Raum für einen Kindergarten (allenfalls Kindertagesstätte) vorzusehen. Download Bestimmungen: entwicklungsrichtplan_im_grund_bestimmungen

Der nun vorgelegte  Entwicklungsrichtplan ist der Versuch, möglichst allen der sich teilweise widersprechenden Interessen Rechnung zu tragen.  Damit soll wohl eine noch längere Blockierung von Bauvorhaben in einzelnen Gebieten (z.B. Steinhof) vermieden werden. Der Kompromiss hat Schwachstellen. So sollen bestehende Wohngebiete durch den entstehenden Mehrverkehr möglichst wenig belastet werden. Mit der Erschliessung des neuen Wohngebiets im Grund (via Hürdlistrasse) geschieht aber genau das im Quartier Hürdli. Wäre aber die an sich sinnvollere Verkehrserschliessung via Bahnhof- und Grosszelglistrasse gewählt worden, hätte wohl die Landi ihren Grossmarkt nie bauen können. Auch so wird sie zuwarten müssen, bis für die schwierige Verkehrssituation bei der Einmündung der Bahnhof- in die Landstrasse eine Lösung nicht nur gefunden, sondern auch realisiert ist. .

Überhaupt: Die Verkehrserschliessung ist – wie schon wiederholt dargestellt – die Krux bei diesem Planungsvorhaben. Die schwierigen Rahmenbedingungen und auseinandergehenden Meinungen von Gemeinderat und Kanton erschweren den Planungsprozess wohl auch weiterhin.

Der Entwicklungsrichtplan hat eine längere Vorgeschichte. Im Rahmen eines sogenannten Testplanverfahrens machte ein Expertenteam schon 2010 Vorschläge für die bauliche Entwicklung in diesem Gebiet. Dem Gemeinderat passten diese Ideen aber nicht und er beauftragte die Zürcher Raumentwicklungsfirma SwissSpaGroup (Ex-Würenloser Rolf Wieland ist Mitglied der Geschäftsleitung) mit der Ausarbeitung des Entwicklungsrichtplans.

Mitgeredet hat eine 14-köpfigen Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Gemeindeammann Hans Ueli Reber. Ihre Besetzung ist beachtenswert: Dabei waren je zwei Vertreter des Bauamtes, der Planungskommission, des mit der Ortsplanung beauftragten Büros Minikus Vogt & Partner AG,  je ein Vertreter der Steinhof-Grundstücke und des Expertenteams im Testplanverfahren sowie – man staune – volle vier  Landi-Interessenvertreter (wobei bei einem im Bericht der SwissSpaGroup die enge Beziehung zur Landi unerwähnt bleibt.)

In einem sogenannten Mitwirkungsverfahren können nun Landeigentümer und Anstösser, denen das Planwerk an einer Versammlung vorgestellt wurde, bis 1. Oktober schriftlich Stellung nehmen. Die Eingaben werde der Gemeinderat bewerten und beurteilen und im Entwicklungsrichtplan berücksichtigen, heisst es in der Mitteilung auf der Gemeinde-Homepage. In einem Mitwirkungsbericht wird der Gemeinderat sagen, wie er die Eingaben bewertet hat.

Den Entwicklungsrichtplan beschliessen kann der Gemeinderat. Damit wird der Plan für den Gemeinderat, nicht aber für die Grundeigentümer verbindlich. Der Regionalplanung und dem Kanton wird er zur Kenntnisnahme unterbreitet. Die Gemeindeversammlung kommt erst zum Zug, wenn die Bauordnung und der Zonenplan abgeändert oder Projektierungs- und Baukredite nötig werden (z.B für Strassen).

Der Kandidat

Am 18. Oktober wird gewählt. 288 Aargauerinnen und Aargauer wollen in den Nationalrat. Neu hat der Aargau 16 Sitze. Auf den 22 Listen steht – wenn ich niemanden übersehen habe – gerade mal ein Name aus Würenlos.

Lukas Wopmann.
Lukas Wopmann.

Arithmetisch sind wir untervertreten. Gemessen an der Einwohnerzahl müsste Würenlos zwei bis drei Kandidaten stellen. Wenigstens tritt einer an. Und erst noch ein Junger, von denen es stets zu wenige hat in Bern. Stutzig macht höchstens, dass dieser eine gewiss nicht an Unterbeschäftigung leidet. Er hat einen Führungsjob auf dem Flughafen, präsidiert die Bezirkspartei Baden der BDP und spielt leidenschaftlich Laientheater. Und nicht zuletzt ist Lukas Wopmann ja auch Gemeinderat und hat eben das anspruchsvolle Amt des Finanzvorstands übernommen, garniert mit der nicht minder heiklen Verantwortung für die Altersbetreuung  (Alterszentrum).

Seine Agenda muss sehr voll sein. Gelegentlich hört man Klagen aus offiziellen Gremien über Absenzen und dass es schwer sei, Termine mit ihm zu finden. Nun gut, Wopmann ist voll berufstätig und der einzige Gemeinderat, dessen Arbeitsplatz sich nicht in der engsten Region befindet.

Jetzt will er also noch ins Bundeshaus. Der junge Mann ist ja auch schon Alt-Grossrat. 2012, als seine kurz zuvor gegründete Partei auf Anhieb sechs Grossratssitze eroberte, war er ins Kantonsparlament gewählt worden. Doch bald darauf auch noch zum Gemeinderat gewählt, sah er ein, dass beides nicht drin lag. Er entschied sich für den Gemeinderat und trat, kaum war er vereidigt, als Grossrat auch schon wieder zurück. Jene seiner Wähler, die explizit mehr Junge im Grossratssaal sehen wollten, mag er so enttäuscht haben.

Doch sein damaliger Entscheid verdient Respekt. Wopmann entschied sich für das schwierigere Mandat, welches mit mehr persönlich zu tragender Verantwortung verbunden ist und mehr Präsenz erfordert. (Im Grossen Rat kann man sich notfalls ganz bequem in den hinteren Bänken verstecken.)

Mit seiner jetzigen Kandidatur leistet er vor allem seiner Partei einen Dienst. Kandidaten mit etwas politischer Erfahrung stehen der BDP nicht im Überfluss zur Verfügung. Zudem schadet eine neuerliche Kandidatur gewiss nicht Wopmanns späteren Politkarriere.

Doch wie würde er das viel Zeit raubende Nationalratsmandat überhaupt mit seinen anderen Pflichten unter einen Hut bringen? Ich habe ihn per Mail angefragt und auch sehr rasch eine Antwort bekommen. Danke!

Er sieht es realistisch. Seine Chancen, nach Bern gewählt zu werden, sind nicht sehr gross. Seine Partei, die BDP, muss um ihren einzigen Aargauer Sitz im Nationalrat kämpfen. Der Amtsinhaber, Bernhard Guhl, kandidiert wieder, mit dem Vorteil des Bisherigen. Zudem ist er auch Ständeratskandidat, was Publizität verspricht und mehr Nationalratsstimmen bringt. «Eine grosse Änderung seit meinem Rücktritt aus dem Grossen Rat gab es so nicht», schreibt Wopmann. Trotz der nicht sehr grossen Wahlchance habe er aber mit seinem Arbeitgeber gesprochen. Eine konkrete Lösung sei aber nicht vereinbart worden. Doch werde der Arbeitgeber bei einem Nationalratsmandat zu Zugeständnissen eher bereit sein.

«Für mehr Sachpolitik statt Selbstinszenierung» lautet das Motto von Lukas Wopmann im BDP-Kandidatenprofil. Schauen wir doch, wie weit sich unsere persönlichen sachpolitischen Präferenzen, Meinungen und Wünsche mit den seinen decken. Im Internet gibt es dafür Instrumente. Ich empfehle für den Kandidaten- (und Parteien-)Check den von «Blick» angebotenen interaktiven Vimentis-Fragebogen mit 73 zu beantwortenden Sachfragen. Das Erstellen dieses Ratings erfordert vom Wähler einiges Nachdenken, aber das darf doch sein. Dafür spuckt mir der Computer eine individuelle Rangliste aller Kandidaten und Listen aus sowie einen Wahlvorschlag mit jenen 16 Kandidaten, die meine Interessen in Bern am ehesten vertreten dürften.

Natürlich möchten Sie jetzt wissen, was  herausgekommen ist. So viel sei Ihnen verraten: Wäre ich ausschlaggebend, so würde Lukas Wopmann die politischen Sporen weiterhin nur auf Gemeindebene abverdienen. Von allen 288 Kandidaten rangiert er für mich erst an 158. Stelle, seine BDP-Liste erst an 14.  (von 22). Sorry.

Spuk ohne Nutzen

Der dreiwöchige A1-Raststättenspuk ist vorüber. Endlich. Als Glanzpunkt in der neueren Ortsgeschichte wird der viel zu lange Event kaum in Erinnerung bleiben.

Das Eventareal am Mittwoch, 19. August, abends um 18.45 Uhr.
Das Eventareal am Mittwoch, 19. August, abends um 18.45 Uhr.

Selbst wenn einzelne Programmpunkte in der zweiten und dritten Woche doch noch etliche Besucher mehr an den Autobahnrand gelockt haben als die paar hundert in der ersten Woche, von denen ein enttäuschter Gemeindeschreiber Daniel Huggler in der «Limmatwelle» sprach – im grossen Ganzen war’s kein Renner. Auch bei der Würenloser Bevölkerung hielt sich das Interesse in engen Grenzen. An zu wenig Werbung kann’s kaum gelegen haben. Allein die «Limmatwelle» als Medienpartner stellte Inserateraum im Wert von über 10 000 Franken bereit.

Am rührenden Einsatz der lokalen Freiwilligen hat’s gewiss auch nicht gefehlt und die Ideen des OK und deren Realisierung  waren angesichts der kurzen Vorbereitung nicht ohne. Der Beitrag von Aargau Tourismus allerdings war leider so bieder und verstaubt, als gelte es eine Ferienmesse in Nordkorea zu beschicken. Der Slow-down-Ansatz mit Anreizen, die im Vergleich zur  Raststätte viel schönere Umgebung kennenzulernen, war an sich reizvoll, nur funktionierte er nicht wie erhofft..

Es war wohl schlicht der falsche Event, am falschen Ort, zur falschen Zeit. Die Strahl- und Anziehungskraft der werktäglich 20 Minuten dauernden TV-Livesendung wurde massiv überschätzt – von den Entscheidungsträgern in der Gemeinde ebenso wie von Aargau Tourismus. Die Macher von«Schweiz aktuell» hatten im Vorfeld das Blaue vom Himmel versprochen. Wenn sie auf den grossen Zuspruch hinwiesen, den der Begleitevent des Vorjahres im abgelegen-ländlichen Bauma fand, verglichen sie Äpfel mit Birnen.

Würenlos gehört zur Agglomeration Zürich. Da tut sich das Fernsehen generell schwer mit direktem Einbezug des Publikums. Dieses ist wählerischer, anspruchsvoller und hat eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten zur Auswahl. Das Publikum stimmt mit den Füssen ab. Und da gibt es nichts zu deuteln: Auch eine Mehrheit der Würenloserinnen und Würenloser fand den Begleitevent zu «A1 – Die Raststätte» ziemlich überflüssig.

Das grosse Engagement der Standortgemeinde wäre allenfalls dann gerechtfertigt gewesen, wenn unser Dorf mit dem Event sein (unzutreffendes) Image als gesichtsloser Durchfahrtsort zwischen Zürich und Basel/Bern hätte aufpolieren können. Wenn wir künftig beim Nennen unseres Wohnorts nicht jedes Mal das ätzende «aha, beim Fressbalken» hören müssten. Doch dem ist nicht so. Dank YouTube-Star Bendrit, viel TV-Eigenwerbung, seichten Boulevard- und Gratismedien hat zwar das ganze Land mitbekommen, dass da in Würenlos etwas los war an der Autobahn. Doch der falsche Eindruck, die Autobahn und der Fressbalken seien Würenlos, liess sich nicht korrigieren. Er wurde noch verstärkt.

Die beste Werbung für Würenlos ist jene, welche die Autobahn ausser acht lässt. Unsere Gemeinde hat  bessere Trümpfe, die für sich sprechen. So erwies sich in diesem heissen Sommer unser Schwimmbad, dieses Bijou, bei Tausenden auswärtiger Besucher als Werbeträger erster Güte. Der A1-Event aber brachte Würenlos keinerlei Nutzen. Profitiert hat allein das Fernsehen SRF.

Umso mehr interessiert, wie tief die Steuerzahler für diesen Spuk werden in die Tasche greifen müssen. Darüber wird hoffentlich auf Franken und Rappen genau Rechenschaft abgelegt werden. Und zwar  auch über indirekte Kosten wie der Einsatz von Personal der Verwaltung und der technischen Betriebe. Je geringer der Betrag, umso besser. Denn es kann doch nicht sein, dass wir als Sparmassnahme den jährlichen Beitrag an die Trachtengruppe auf 1000 Franken halbieren, für eine am Zürcher Leutschenbach orchestrierte, uns aufgedrängte TV-Sause aber ein Mehrfaches davon ausgeben.

Ganz schön was los

bild_s4Waren Sie schon unten? Ich nicht. Hat sich einfach nicht ergeben. Volle Agenda, da muss man Prioritäten setzen. Zwei Tage auf Bergtour, am dritten zu viel Muskelkater, um mich auf ein Segway zu schwingen. Ein geplanter und weil es so schön stimmungsvoll war unter all den vielen jungen und alten Würenlosern –  ein zweiter Openair-Kino-Abend vor der Zentrumsscheune. Zudem ein Einladung bei Freunden und – uuuhhh – generell war es ohnehin meistens viel zu zu heiss. Das einzige Mal, wo’s von der Agenda her gepasst hätte, regnete es prompt. Nanu.

Sie mögen mich für einen arroganten Snob halten,  der einem Event, für den sich Dutzende von Würenloserinnen und Würenlosern ins Zeug legen, nicht genügend Wertschätzung aufbringt. Damit kann ich leben. Zumal wir dann ganz schön viele Snobs sind hier. Keiner der vielen Mitbürger, denen ich in letzter Zeit im Dorf begegnet bin, konnte mir aus eigener Anschauung berichten, wie’s denn so war, auf dem Eventareal. Ob sich dort zehn Nasen verloren oder hunderte drängten. Keiner war da unten, bis auf Jürg. Wahrscheinlich hatte er Entzugserscheinungen – das ganze Jahr so weit weg von der Autobahn. Er war hier auf Heimaturlaub. Als Bergbauer ist er ins Unterengadin emigriert. Wie kann sich ein Würenloser (und Aargauer) nur so etwas antun: Ständig ein Übermass an frischer Luft und nachts nur das Röhren der Hirsche!

Vielleicht habe ich unten ja was verpasst. Was soll’s. Wenn’s ähnlich spannend war wie die immerhin zweimal von mir reingezogene TV-Live-Sendung, kanns allzu viel nicht sein. Über schräge WGs und Jobwechsler berichten private Schrottsender rund um die Uhr und das gekonnter. Und wenn in der dreiteiligen Spezialsendung  die sympathische Chirurgengattin und Moderatorin als letzte der ganzen Specie Rara Autostopperin unterwegs war und als Tunnel-Putzfrau Hand anlegte, dann wirkte das so echt und ehrlich, wie wenn sich Roger Federer bei Sponsor Lindt & Sprüngli für zweieinhalb Minuten und 35 Fotografen ans Osterhasen-Fliessband setzt.

Ihrem Vater hätten die Direktsendungen aber gefallen, meinte neulich Monika. Gottseidank wird an frühen Sommerabenden wenigstens in den Altersheimen eifrig TV geguckt. Und auch die Imagewerbung für unser Dorf ist bei Monikas Vaters gut angekommen. «Da ist ja ganz schön was los, bei euch in Würenlingen», soll er gesagt haben. 😉

(Ein nächster Artikel wird aufgeschaltet am Samstag, 22.8., 10. Uhr)