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Sommerquiz

Egal, ob zu Hause an einem Schattenplätzchen, in den Bergen oder am Strand: Einige Minuten die Hirnzellen aktivieren schadet nichts. Machen Sie mit bei unserem Sommerquiz. Es gibt etwas zu gewinnen! 

Die Aufgabe ist einfach: Sechs Fragen sind zu beantworten. Die zur jeweils richtigen Antwort gehörenden Buchstaben ergeben aneinandergereiht ein sommerliches Lösungswort. Dieses mailen Sie bis 3. August und unter Angabe Ihres Namens und ihrer Adresse an    kontakt@wuerenblicker.ch

43461_43112616fbd6293dcd11944f7e79f87d_555x3141. Wie viele Pferde, Ponies, Maultiere/-esel, und Esel (nur vierbeinige) lebten 2014 in Würenlos?

77: A
63: L
48: W

 

 

2. Wie viele Frauen gehörten seit Einführung des Frauenstimmrechts vor 44 Jahren jemals dem Gemeinderat an?

5: B
3: I
2: P

3. Von welchem grossen Schweizer Unternehmen wohnt der gegenwärtige Verwaltungsratspräsident von Kindsbeinen an  in Würenlos? 

UBS: T
Swisscom: E
Novartis: W

448px-Grenzstein_Wettingen-Würenlos_02b4. Mit wie vielen anderen Gemeinden hat Würenlos eine gemeinsame Grenze? 

5: U
6: D
7: M

 

 

5. Wie hiessen die Gemeinden, die 1899/1900 mit Würenlos zur heutigen Gemeinde Würenlos fusionierten?

Kempfhof und Oetlikon: E
Kempfhof und Bick-Oberbick: I
Oetlikon und Bünten: Z

6. Welches der folgenden Gebäude besteht aus Würenloser Sandstein  (gebrochen im hiesigen Steinbruch)?

330px-Bundeshaus_Bern_2009,_FlooffyBundeshaus in Bern: N

 

 

 

 

220px-Nationalbank_Zürich_1922Nationalbank in Zürich: L

 

 

 

 

170px-Baden_Pfarrkirche_vorneStadtkirche in Baden: E

 

 

 

 

Einsendeschluss: Montag, 3. August 2015.

Unter den Einsendern des richtigen Lösungsworts werden verlost:

  • 2 Gutscheine für je zwei  Eintrittskarten für das Openair-Kino Würenlos 2015, Vorstellungen am Freitag, 7. oder Samstag,  8. August. Einzulösen an der Abendkasse.
  • 1 Flasche Bicker Blauburgunder Auslese

Die Gewinner werden direkt benachrichtigt und in der ersten Augustwoche auf würenblicker.ch veröffentlicht.

Viel Spass und weiterhin schöne Sommertage!

 

Kühles Nass und neue Ressorts

Jetzt verreist Würenlos.   Ob’s am Ferienziel wohl noch wärmer ist als momentan hier im Furttal? Die langanhaltende Schönwetterperiode hat bei uns lange vor den Sommerferien eingesetzt. Damit stehen die Chancen gut, dass unser Schwimmbad nach einer längeren Durstrecke endlich wieder einmal eine Besucherzahl nahe beim Allzeit-Besucherdurchschnitt von 50 735 pro Jahr erreicht. Selber schuld, wer dieses Jahr kein Saisonkärtli gekauft hat. 2014 wagten sich ja nur 23 210 Mutige ins Wiemel-Nass. Die sonnigen Tage werden auch Gemeinderat Toni Möckel freuen.

Denn Möckel bleibt unter anderem «oberster Bademeister», das hat die Ressortverteilung im Gemeinderat kurz vor der Sommerpause  ergeben. Wie die Ressorts nach der Wahl von Markus Hugi anstelle von Karin Funk Blaser verteilt wurden, darüber hat die «Limmatwelle» berichtet. Ihre Meldung war aber so etwas von textgestalterischem Minimalismus, das jeder KV-Auszubildende damit wohl durch die LAP gerasselt wäre. Auch im zweiten Anlauf habe ich es jedenfalls nicht geschafft,  die Namen und Zuständigkeitsbereiche  auf die Reihe zu bringen.

Das Wichtigste zuerst: Lukas Wopmann (BDP) wird neuer Finanzminister. Das war nicht unbedingt zu erwarten. Aber als diplomierter Hotelier und Kadermann einer Dienstleistungsfirma auf dem Flughafen dürfte ihm das Finanz- und Rechnungswesen ja nicht fremd sein. Mit dem Schlüsselressort Finanzen wird Wopmann zwangsläufig mehr von sich hören lassen als bisher. Zumal er neu auch für die Altersbetreuung und das Problemdossier Alterszentrum zuständig ist. Seine Schonzeit ist somit definitiv abgelaufen. Die wichtigsten von Wopmann in den vergangenen anderthalb Jahren betreuten Dossiers –Hochbau, Liegenschaften – übernimmt der neu gewählte Hugi (FDP). Mit dem Verlust des Finanzressort verliert seine Partei, die FDP, etwas an Einfluss im Gemeinderat.

Im Einzelnen sieht die Ressortverteilung wie folgt aus:
♦Gemeindeammann Hans Ueli Reber: Planung, Verwaltung/Personal, Information, Tiefbau, Kiesausbeutung, Vermessung, neu Entsorgung.
♦Vizeammann Toni Möckel: Bildung, Soziales, Jagd und Fischerei, Forstwirtschaft, Schwimmbad, neu Gewerbe und Industrie sowie Umwelt (ohne Entsorgung).
♦Nico Kunz: Technische Betriebe, Freizeit/Sport/Vereine, Landwirtschaft, neu Kultur (bisher Karin Funk).
♦Lukas Wopmann: Sicherheit, neu: Finanzen, Gesundheit, Altersbetreung (bisher Toni Möckel)
♦Markus Hugi: Hochbau, Liegenschaften, Denkmalpflege/Heimatschutz/Ortsbildschutz, Öffentlicher Verkehr, Friedhof- und Bestattungswesen, Kloster Fahr/Kirchen, Gewässer.

Was geht eigentlich beim Steinhof? Das fragt sich wohl mancher, der an diesen heissen Sommertagen an der lauschigen, aber seit Jahren trockengelegten Gartenwirtschaft vorbeifährt. Man erinnert sich: Eine Sanierung und Wiedereröffnung des  Gasthofs  ist der Eigentümerfamilie Lisa und Juan Rodriguez erst möglich, wenn sie viel Bauland neben dem Gasthof verkaufen kann. Bevor gebaut werden kann, sind aber mehrere Planunsgschritte nötig. Unter anderem ist festzulegen, wie das Planungsgebiet, zu dem auch die Gewerbezone südlich des Bahnhofs (inkl. des geplanten Landi-Neubaus) gehört, mit Strassen erschlossen werden soll.

Der Gemeinderat hat auf Verlangen des Kantons diesem eine Verkehrsstudie  eingereicht. Der Kanton verlangt nun aber Nachbesserungen der Studie , wie Gemeindeammann Hans Ueli Reber an der Sommergmeind bekanntgegeben hat. Welcher Art die inhaltlichen Differenzen zwischen Gemeinderat und Kanton sind, präzisierte Reber an der Gemeindeversammlung nicht, und von der Abteilung Verkehr beim Kanton ist auch nichts  Konkretes zu erfahren. «Die inhaltliche Auseinandersetzung zwischen Kanton und Gemeinde» sei noch nicht abgeschlossen, heisst es aus Aarau. Da bleibt ja nur das Werweissen darüber, ob die inhaltlichen Differenzen so gross sind, dass mit einer Eingung nicht so bald zu rechnen ist, oder ob es sich nur um Lappalien handelt.

Wie da um den heissen Brei herumgeredet wird, lässt eher darauf schliessen, dass von einer baldigen Annäherung nicht auszugehen ist. Der Weg zum nächsten planerischen Schritt, einem Entwicklungsrichtplan und erst recht bis zur Überbauung des Steinhofareals und zur Wiedereröffnung des Gasthofs ist  jedenfalls steinig. Nach dem aktuellen Hoch «Annelie»wird sich  wohl noch manches weitere Hochdruckgebiet aufbauen müssen, bis wir uns unter den kühlenden Bäumen  ein eiskaltes Bier genehmigen dürfen.

In den kommenden Ferienwochen wird  würenblicker gelegentlich von der Regel abweichen, allwöchentlich einen neuen Artikel aufzuschalten.  Das Blogger-Team bittet  um Verständnis. 

Wir vom Fressbalken

bild_s4Grausam. Werden wir Würenloserinnen und Würenloser auf unseren Wohnort angesprochen und geben wir ehrlich Antwort, kippt der Blick des Gegenüber ins Mitleidvolle. «Ah dort beim Fressbalken.» Wie haben wir doch jeweils Mühe, dem Gegenüber klar zu machen, dass wir weder auf dem A1-Mittelstreifen hausen noch Benzin statt Blut in unseren Adern haben.

So mag es ja ganz gut sein, dass das Fernsehen SRF im kommenden August  Kameras und Sendewagen drei Wochen lang vor dem Fressbalken in Stellung bringt und der Gemeinde Gelegenheit gibt, sich daselbst  in ein gutes  Licht zu rücken. «Wir wollen zeigen, wie schön Würenlos ist», sagt Franziska Arnold, Leiterin des Gemeinde- Events, in der «Limmatwelle». Von einer „einmaligen Chance, uns gut zu präsentieren» spricht Gemeindeschreiber Daniel Huggler. (Man darf sich ja nicht vorstellen, wieviel Manpower die Begleitung der jeweils vor der Hauptsendezeit ausgestrahlten «Schweiz aktuell»-Sendefolge im Gemeindehaus jetzt schon bindet. Und das angesichts eines Gemeinderats und einer Verwaltung, die gerne ihre Überlastung beklagen).

Die Würenloser Beteiligung am SRF-Sommerloch-Event hat doch etwas Gekünsteltes, Gequältes. Denn ein Grossteil des Dorfes liegt seit jeher fernab der Autobahn und blieb zu dieser wortwörtlich auf Distanz. Würenlos ist – gottseidank – kein typisches Autobahndorf wie andere Ortschaften zwischen Zürich und Bern. Was wären Egerkingen, Härkingen ohne A 1. Nichts. Was wäre Würenlos ohne A 1? Immer noch Würenlos, nicht ärmer, aber schöner.

Ohne A 1 hätten wir an der Furtbachmündung noch immer eine der idyllischsten Flusslandschaften weit und breit. Wäre die A1 nur 15 Jahre später geplant worden, so wäre sie nie so rücksichtslos in die Landschaft geknallt worden wie das hier geschah. An etlichen Wohnlagen wäre es ruhiger, ganz ohne Schutzdämme und -wände. Und wir würden auch sicherer leben: nur zwei Typen von Menschen treibt es doch aus der Raststätte hinaus auf Würenloser Gebiet: Hundehalter, die ihren Liebling scheissen lassen müssen, und Kriminaltouristen, die nach einem Einbruch woanders kaum so schnell wieder on the road sind.

Die A1 ist für unsere Volkswirtschaft ein wichtiger Lebensnerv. Aber für unser Dorf ist sie kaum wichtiger als für Fislisbach oder Ehrendingen, die nicht an ihr liegen. Wir wären nicht schlechter dran, würde die A1 einige Kilometer östlich oder westlich an uns vorbei rauschen. Oder gehts der Zürichsee-Goldküste und dem Rohrdorferberg darum so miserabel, weil dort weit und breit keine Autobahn ist? 😉 Immerhin sind wir dank der Autobahn vor der Haustür  huschhusch in Basel, Bern, Luzern, Zürich, auf dem Flughafen. Wirklich? Wann ist mal kein Stau? Ein armer Hund, wer für den Arbeitsweg auf die Autobahn angewiesen ist oder meint, es zu sein.

Ist wenigstens der Fressbalken ein lokaler Wirtschaftsfaktor? Da gibts ja ziemlich viele Arbeitsplätze – allerdings nicht gerade jene, auf welche die meisten Würenloserinnen und Würenloser erpicht sind. Und wenn, so gibts in der Region noch viele andere Jobs im Detailhandel und in der Gastronomie. Vielleicht lässt die Autobahn-Raststätte Würenlos AG als Steuerzahlerin die Gemeindekasse klingeln, vielleicht ist sie ja gar eine der zwei juristischen Personen, die 2014 so viel mehr Steuern zahlten als erwartet? Die Antwort kennt nur der Fahrtwind – Steuergeheimnis.

Das Verhältnis der Würenloser zum Fressbalken war schon bei dessen Eröffnung im Jahre 1972 kein besonders inniges, wie ein Rückblick von Roman Würsch in den «Würenloser Blättern 2010» vermuten lässt. Man war froh, die Raststätte ein gehöriges Stück abseits vom Dorf zu wissen. Und das Dorf ist noch weiter abgerückt – nicht erst, seit Mövenpick unseren Neujahrsapero nicht mehr sponsert. Die Shoppingbrücke hat den Reiz des Neuen und Aussergewöhnlichen verloren, auch den Rekord, grösste über eine Autobahn gespannte Raststätte Europas zu sein. Anfangs konnte man da ja noch stolz darauf sein.

Uns als Konsumenten nützen die Läden auch weniger als früher, als noch nicht überall bis in die Nacht und sonntags eingekauft werden konnte. Zum Sonntagsbrunch auf die Brücke? Erinnerungen aus dem letzten Jahrhundert. Fernweh kommt da unten kaum auf. Touristen in Unterleibchen und Adidashosen auf der Suche nach dem Klo. Dann doch lieber gleich (per Zug) auf den mondäneren Flughafen!

Würenlos hat schöne Ecken und Seiten. Dies zu zeigen, ausgerechnet an diesem (Un-)Ort der schnellen Rast, ist kein einfaches Unterfangen. Gudrun aus Essen-Rüttenscheid und Beat aus Steffisburg halten da ja an, weil sie einen Kaffee trinken möchten oder mal müssen. Und nicht weil sie sozusagen hinter die Leitplanke blicken wollen. Und auch Ausflügler aus der weiteren Umgebung dürften sich so leicht nicht hierher locken lassen.

Wetten, dass vor allem jene im Festzelt höckeln werden, die Würenlos eh schon kennen. Aber weshalb sollen sie das ausgerechnet neben der Autobahn tun? Weil sie dort ihre eigenen weissen Socken an der Weltrekordleine bestaunen können? Oder weil das Fernsehen da ist? Naja. Sind wir noch so provinziell, dass uns eine Fernsehkamera aus den (dunklen oder weissen ) Socken haut?

Das OK Schweiz aktuell Würenlos sucht freiwillige Helferinnen und Helfer für Einsätze auf dem Eventareal. Gesucht werden überdies für eine Fotoausstellung Bilder aus privaten Sammlungen zum Thema Autobahnbau und Raststätte. Nähere Infos gibts hier

Neue Kräfte fürs Alterszentrum

Wieder sind zwei lange Jahre verstrichen seit der Rekord-Gemeindeversammlung im Juni 2013, die sich klar zugunsten des Standorts Zentrumswiese für das seit Jahrzehnten in Aussicht gestellte Alterszentrum aussprach.  Und bereits scheint der Karren wieder ziemlich festgefahren. Ein grösserer Personalwechsel im Vorstand des Vereins Alterszentrum Würenlos (VAZW) soll nun dazu beitragen, das Gefährt wieder in volle Fahrt zu bringen. 

An der Generalversammlung vom Freitag, 22. Mai, werden die langjährige Präsidentin Verena Zehnder  ebenso zurücktreten wie Vizeammann Toni Möckel, der im Gemeinderat für die Altersbetreuung zuständig ist.  Als neue Vorstandsmitglieder zur Wahl vorgeschlagen werden Andrea Vogt, Alain Cornuz, Matthias Rufer und Sigi Zihlmann. Der Geograf/Raumplaner Rufer als Mitglied der Planungskommission, sowie der Unternehmer Zihlmann,  Präsident der örtlichen CVP, haben sich schon bisher stark in der Öffentlichkeit engagiert,  Cornuz (Inhaber einer Personal- und Unternehmensberatung) und Vogt kennt man weniger. Dem Vorstand weiterhin angehören sollen die Bisherigen Alfred Koller, Präsident der Katholischen Kirchenpflege, Treuhänder Stefan Huser und Paul Isler, ehemaliger Finanzverwalter der Gemeinde.

Der Vorstand wird sowohl vergrössert als auch etwas verjüngt.  Das ist  insofern positiv, als bis zur Inbetriebnahme des Alterszentrums noch viele Jahre vergehen werden. Da ist es nur nützlich, wenn einige Vorstandsmitglieder den Entstehungsprozess bis zum Ende begleiten können. Nicht mehr im Vorstand verteten sein wird der Gemeinderat. Toni Möckel vermeidet mit seinem Rücktritt einen gröberen Interessenkonflikt, ist er doch auch Verwaltungsratsmitglied der privaten Wettinger Alterseinrichtung St. Bernhard.

Mit Verena Zehnder verlässt jene Person den Vereinsvorstand, die sich wie keine andere seit Jahren für das Alterszentrum engagiert hat – schon als Gemeinderätin, dann als Gemeindeammann und schliesslich als Vereinspräsidentin. Lange Zeit wirkte es so, als wolle sie dieses, «ihr» Projekt noch persönlich zum Abschluss bringen. Doch nun ist auch die Unermüdliche müde geworden –  zermürbt auch durch den schleppenden Gang der Dinge und das angespannte Verhältnis zum Gemeinderat.

Die ganze Leidensgeschichte des Alterszentrums hat würenblicker mit einer vierteiligen Beitragsserie zusammengefasst. Der Gemeinderat erachtet ein Alterszentrum nicht mehr als Kernaufgabe der Einwohnergemeinde, das Vorhaben wurde aus dem Finanzplan gestrichen. Das ist ein politischer Entscheid, der durchaus vertretbar ist.  Zwei Umstände haben aber das Verhältnis zwischen Gemeinderat und Verein Alterszentrum auf bedauerliche und unnötige Weise getrübt:
♦ der vor zwei Jahren aus heiterem Himmel kommende Vorschlag des Gemeinderates, das Alterszentrum im Wiemel statt auf der Zentrumswiese zu bauen;
♦ die spätere Einmischung des Gemeinderats in Fragen, zu deren Lösung sich aufgrund einer Vereinbarung  der Verein Alterszentrum für zuständig halten durfte.

Im Dezember 2013 trafen der Verein  und die Einwohnergemeinde eine Vereinbarung, die regeln sollte, wer im ganzen Verfahren für was zuständig sein sollte. Unter Punkt 3 steht da: «Es wird festgestellt, dass weder die Einwohnergemeinde noch die Ortsbürgergemeinde beabsichtigen, als Bauherrschaft des Alterszentrums aufzutreten. Es soll der VAZW sein, der das Alterszentrum projektiert, erstellt und betreibt bzw. durch Dritte projektieren, erstellen und betreiben lässt.» Dessen ungeachtet favorisierte der Gemeinderat ohne Konsultation des Vereins Alterszentrum plötzlich eine sogenannte Investorenlösung – die vom Vereinsvorstand ins Auge gefasste Lösung mit einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft als Trägerin des Alterszentrums schien für ihn «gestorben».  Und – seltsam, seltsam – ein konkreter Investor und womöglich ein Betreiber des Alterszentrums standen auch schon auf der Matte.

Zudem ist im letzten Dezember fürs Erste ein Landhandel zwischen Ortsbürger- und Einwohnergemeinde geplatzt. Auch wenn hier jetzt eine Lösung in Griffweite zu sein scheint, ist bis heute nicht rechtsgültig geklärt, ob und und unter welchen Bedingungen auch das Land der Ortsbürger auf der Zentrumswiese fürs Alterszentrum zur Verfügung steht. Dies wiederum verunmöglichte bisher  konkretere planerische Schritte.  Der vom Verein Alterszentrum  eingesetzte Projektleiter sah sich darum mehr oder weniger zur Untätigkeit verdammt.

Vor Kurzem hat eine Aussprache zwischen Vereinsvorstand und Gemeinderat stattgefunden. Dabei sei vom Gemeinderat  eine Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorstand auf Augenhöhe zugesichert worden, sagt die abtretende Vereinspräsidentin. Sie konstatierte ein starkes Misstrauen des Gemeinderates. Sofern dieses  vor allem ihr gegenüber gegolten habe, so hofft Verena Zehnder nun, dass sich die Situation nach ihrem Rücktritt verbessern wird.

Die Scherzfrage, ob wenigstens die heutigen Würenloser Kindergärtler dereinst  von einem Alterszentrum profitieren werden, ist längst zum Running Gag an Würenloser Partys geworden. Umso mehr verdient Respekt und Unterstützung, wer seine Kräfte zur Verfügung stellt, um diesem Vorhaben doch noch zum Durchbruch zu verhelfen – allen Unkenrufen und Widerwärtigkeiten zum Trotz.