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Das Alterszentrum ist ausgesteckt

Blick vom Postparkplatz auf den Profilstangenwald. Auch der grüne Gmeumeriwald (hinten) wird hinter dem Neubau verschwinden.

Nun steht das Baugespann für das Alterszentrum auf der Zentrumswiese. Der Verwaltungsrat der Alterszentrum Würenlos AG hat das Gesuch um einen baurechtlichen Vorentscheid eingereicht. Der Gemeinderat als Baubehörde soll wichtige Eckpfeiler des Alterszentrum definitiv bewilligen, bevor das detaillierte Bauprojekt ausgearbeitet wird. Damit ist nun der Moment für allfällige Gegner des Projektes gekommen, Farbe zu bekennen.

Wie viel wird man vom Chile- oder Rössliweg aus noch sehen von unserem Wahrzeichen, dem Doppelzwiebel-Kirchturm? Wie viel Freiraum bleibt zwischen dem Furtbach oder der Zentrumsscheune und dem teilweise fünfstöckigen Neubau? Pläne und Skizzen vermitteln nie genau den Eindruck, wie sich ein Neubau später Passanten und Nachbarn präsentieren, wie gut er sich ins Dofbild und in die Landschaft einpassen wird. Deshalb lohnt sich jetzt ein Gang zur Zentrumswiese, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Schon mal vorweg: Das Alterszentrum wird nicht nur das grösste je auf einen Schlag im Dorfe realisierte Bauwerk sein, es wird den Charakter unserer Dorfmitte nochmals gründlich verändern. Altvertraute Anblicke werden verschwinden, ein weiteres Gebäude mit urbanem Gepräge wird das Dorfzentrum dominieren. Das war allerdings bereits absehbar, als sich die gut besuchte Gemeindeversammlung vom Juni 2013 klar und einmal mehr für die Zentrumswiese als Standort des Alterszentrum entschied. Dieses wird immerhin 44 Pflegezimmer und 40 betreute Alterswohnungen umfassen. Die beiden gescheiterten Vorgängerprojekte waren erheblich kleiner dimensioniert. Umso erstaunlicher, dass bisher kaum nennenswerte Kritik am Projekt Margerite laut geworden ist.

Vom vorderen Chileweg (beim Coop) aus gesehen, güxlet gerade noch das Turmkreuz hinter dem Neubau hervor.
Vom vorderen Rössliweg…
…ebenso wie vom mittleren Rössliweg und …
…vom hinteren Rössliweg (Kinderoase) aus gesehen, verschwindet das ganze Kirchenareal mit dem Turm, der Alten Kirche und der architektonisch ebenso bedeutsamen neuen katholischen Kirche (1936/37, Architekt: Alois Moser) hinter dem Alterszentrum. Nur einige niedrigere Trakte des stark gegliederten Neubauprojektes werden weiterhin den Blick auf den Kirchenhügel freigeben.
Das Alterszentrum wird auch das Panorama von der Terrasse beim Friedhof dominieren.
Wer auf der Mühlegasse inmitten des schmucken Ensembles mit Alter Mühle, Zentrumsscheune und ehemaligem Weinbauernhaus Mühlegasse 12 steht, wird vom Alterszentrum nichts zu sehen bekommen.

Doch jetzt ist für allfällige Gegner der Moment gekommen, die sichere Deckung zu verlassen. Ab Freitag, 16. August, liegt das Vorentscheidsgesuch bei der Bauverwaltung zur Einsicht auf. Bis Montag, 16. September, kann Einsprache dagegen eingereicht werden. Nachher wird für viele mögliche Einwände der Zug abgefahren sein.

Mit dem Vorentscheid will der Verwaltungsrat die wichtigsten Eckwerte um die Positionierung und Höhe der Gebäudetrakte, um die Erschliessung sowie um den Hochwasserschutz geklärt haben, bevor die teure Detailplanung für das eigentliche Baugesuch erfolgt. Das macht Sinn, weil so eventuell Planungskosten und Zeit gespart werden können, sollte das Projekt wider Erwarten mit Einsprachen und Rekursen doch noch zu Fall gebracht werden.

Der Begriff Vorentscheid soll nicht trügen.Wird über das Vorentscheidsgesuch positiv entschieden, so erlangen die behandelten Punkte definitive Rechtskraft. Sie können also im späteren Baubewilligungsverfahren nicht mehr gerügt werden. Es sei denn, das Projekt werde nach dem Vorentscheid nochmals erheblich abgeändert.

«Blauäugig» wäre es, davon auszugehen, es gebe im jetzt laufenden Verfahren keine Einsprachen, sagte der Gemeindeammann und VR-Präsident der Bauherrschaft, Toni Möckel, im Juli gegenüber der «Limmatwelle». Der Kreis der Einspracheberechtigten ist recht gross. Berechtigt ist laut aargauischer Baurechtspraxis schon, wer direkten Blickkontakt zum Neubau hat – sei es als Grundeigentümer oder Mieterin/in. Und das Alterszentrum wird von weit her sichtbar sein. Einsprachen müssen aber einen Antrag enthalten und begründet sein, etwa mit fehlender Einpassung ins Ortsbild oder mit zu grossen Nachteilen für benachbarte Liegenschaften. 

Allfällige Einsprecher werden die Einhaltung der Ausstandsregeln wohl mit Argusaugen überwachen. Denn zwei der fünf Gemeinderatsmitglieder, Gemeindeammann Toni Möckel und Markus Hugi, Ressortverantwortlicher Hochbau, sitzen im Verwaltungsrat der Bauherrschaft, der Alterszentrum Würenlos AG, und müssen wohl bereits beim Vorentscheid in den Ausstand treten. Allfällige Einspracheverhandlungen wären vermutlich von Vizeammann Nico Kunz zu führen. 

In der «Limmatwelle» vom 25. Juli war zu lesen, der Alterszentrum-Verwaltungsrat gehe davon aus, dass der Vorentscheid bis kommenden November und die Baubewilligung bis Herbst 2020 vorliegen werden. Das Zentrum könnte dann Ende 2022 bezugsbereit sein. Die «Limmatwelle» bezeichnet diesen Zeitplan als «sportlich». Das ist freundlich ausgedrückt.

Mit dem aus einem Wettbewerb siegreich hervorgegangenen Projekt Margerite haben sich bereits frühere Beiträge hier, hier sowie hier beschäftigt. würenblicker wird weiterhin am Thema dran bleiben.

Zentrumsplanung parallel zum Alterszentrum vorantreiben

Im Namen der Gruppe „Initiative 5436“ nimmt Daniel Zehnder Stellung zum neuen Projekt für das Alterszentrum auf der Zentrumswiese, zu dem bereits zwei Beiträge von Hans Arnold und Peter Früh erschienen sind. Die „Initiative 5436“ erachtet es insbesondere als wichtig, dass die Aufwertung des Freiraums drum herum und die Umnutzung gemeindeeigener Liegenschaften wie der Zentrumsscheune oder der Post gleichzeitig und mit gleicher Sorgfalt geplant werden. Diese Chance für ein attraktiveres Dorfzentrum gelte es zu nutzen. (Red.)

Das Siegerprojekt vom Rössliweg her gesehen. Wenn der grosse Baukomplex dereinst steht, sollte auch seine Umgebung zum attraktiven Dorfzentrum umgestaltet sein.
Das neue Projekt für das Alterszentrum mitten im Zentrum von Würenlos ging aus einem rund drei Viertel Jahre dauernden Studienauftragsverfahren hervor. Das Verfahren wurde von einer kompetenten Jury begleitet, welche schliesslich das nun vorliegende Siegerprojekt Margerite auserkoren und zur Weiterbearbeitung empfohlen hat. Wir dürfen also davon ausgehen, dass die Auswahl sorgfältig und unter Berücksichtigen aller Kriterien getroffen wurde.

Das eher ambitionierte Raumprogramm – die Vorgabe im Verfahren für die Architekten und Landschaftsarchitekten – entspricht offenbar den heutigen Anforderungen, in Umfang und Diversität. Ob eine neue Arztpraxis da auch zwingend reingehört, darf zumindest hinterfragt werden, auch weil noch andere Liegenschaften der Gemeinde in nächster Umgebung dafür grundsätzlich in Frage kämen (Bsp. Postgebäude).

Das neue Gebäude ist hoch und lang und wird im Zentrum von Würenlos zu einer deutlich erkennbaren und erlebbaren Veränderung führen. Das birgt Risiken, aber gleichzeitig auch Chancen, die es nun zu nutzen gilt. Neben der Weiterentwicklung des Alterszentrums in der anstehenden Projektierungsphase muss parallel dazu ein Freiraumkonzept erarbeitet werden. Wir erwarten hier eine Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit dieser beiden Planungen. Nur so können wir diesem Ort mitten im Zentrum von Würenlos gerecht werden. Ein Abgleich dieser beiden Bearbeitungen soll, ja muss in der Projektierungsphase möglich sein.
Als Basis für diese ganzheitliche Gestaltung im Zentrum wurden bereits verschiedene Planungen durchgeführt. Sie liegen in Form des Masterplans von 2007 (Masterplan Zentrum) und des Masterplans PLUS, der im Sommer 2018 in Form eines öffentlichen Mitwirkungsverfahrens der Öffentlichkeit vorgestellt wurde (Masterplan PLUS Zentrum), vor und sind auf der Gemeindewebsite (Online-Schalter) verfügbar. Kern dieser Planungen war und ist es, ein attraktives Dorfzentrum zu schaffen, gleichermassen für Jung bis Alt.
Für die bevorstehende Weiterentwicklung des Zentrums sind neben einer gezielten Planung des Alterszentrums auch überzeugende Lösungen für
– die Gestaltung der Aussenräume (u.a. vor der Zentrumsscheune),
– die Führung des Langsamverkehrs (Durchgängigkeit von allen Seiten),
– das Angebot an Parkplätzen im Zentrum,
– die Nutzung der Zentrumsscheune,
– einen Kinderspielplatz und schliesslich auch
– den Umgang und das Potential der Nähe zum Furtbach für alle
zu finden.
Wenn wir das Würenloser Alterszentrum hoffentlich in einigen Jahren eröffnen dürfen, sollen bis dann auch die gerechtfertigten Erwartungen der Würenloserinnen und Würenloser an die Entwicklung eines attraktiven Dorfzentrum erfüllt sein. Wir bleiben dran und werden unsere Vorstellungen konstruktiv in diesen Prozess miteinbringen.

Es wird gut, das Alterszentrum

Der Grundriss des Erdgeschosses (EG) zeigt anschaulich, wie stark gegliedert der im EG fast 120 Meter lange Bau ist.

Bis jetzt keine bösen Leserbriefe und wenig Kritik hinter vorgehaltener Hand. Recht positiv scheint das siegreiche Alterszentrum-Projekt «Margerite» im Dorfe aufgenommen worden zu sein. Vermag der Vorschlag der Zürcher Architekten Fiechter und Salzmann auch auf den zweiten Blick zu bestehen? Der Würenloser Architekt und 80+-Senior Hans Arnold hat «Margerite» genauer unter die Lupe genommen. (Red.)

Ein bekannter Spruch lautet: Was lange währt, wird endlich gut. Gilt dies auch für die Planung unseres Alterszentrums?

Was das heute vorliegende Konzept anbelangt ja, es hat sich den heutigen Bedürfnissen der alten Leute angepasst. Wäre es nach den vor Jahren durchgeführten Projektwettbewerben gegangen, hätten wir heute eine Lösung, die nicht mehr den Bedürfnissen entspricht. Warum? Die alten Leute möchten heute so lange wie möglich selbständig leben und nur die Dienstleistungen beziehen, die für sie nötig sind – im Gegensatz zum Konzept Altersheim, wo nur die Lösung «Vollpension» besteht, die auch zu einer Überbetreuung führen kann.

Dem Beurteilungsbericht (Download auf der Website des Vereins Alterszentrum Würenlos) ist zu entnehmen: «Der Alterszentrum-Neubau soll sich eigenständig und prägnant präsentieren und der Entwicklung des Dorfzentrums einen neuen Schub verleihen. Seine respektvolle gestalterische Antwort auf die heterogene Baustruktur der Nachbarschaft wird vorausgesetzt. Mit der präzisen Setzung im Terrain soll die städtebauliche Situation geklärt und die verschiedenen Nutzungszonen der Zentrumswiese, insbesondere des Zentrumsplatzes definiert werden.» – Erfüllt das prämierte Projekt diese Forderungen?

Schaut man sich die gebaute Umgebung an, kann darauf eigentlich nur mit eigenständiger Architektur geantwortet werden und dies tut das Projekt. Denn wo sollte es sich anbinden, an das Rössli, an die Post, an die Coop-Überbauung?

Entsteht ein Dorfzentrum? Ich meine ja. Der Platz im Zugangsbereich von der Landstrasse her könnte ein Dorfplatz werden. Eine leichte Verschiebung des vorderen Blocks von der Zentrumsschür weg würde diese Wirkung verstärken. Die Zentrumsschür sollte stärker in die ganze Anlage eingebunden werden. Der Umgebungsgestaltung sollte bei der Weiterplanung grosse Beachtung geschenkt werden.

Die kompakte Gebäudeform und die Platzierung der Anlage längs dem Furtbach schafft eine neue, attraktive Zentrumswiese.

Die Anordnung und Staffelung sowohl im Grundriss wie auch in der Höhe, gestaltet das beträchtliche Bauvolumen erträglich. Man lasse sich aber von der Computergrafik der Aussenansicht nicht täuschen, die Bäume darauf sind so gross, wie sie vielleicht einmal in hundert Jahren sind, die Gebäude wirken darum bescheiden in der Grösse.

Es entstehen sowohl auf der Seite Zentrumswiese wie auch auf Seite Furtbach abwechslungsreiche Fronten. Der Weg von der Landstrasse zur Dorfstrasse gewinnt an Attraktivität sowohl wenn man über den alten Rössliweg geht, wie auch über den neuen Weg entlang des Furtbaches.

Die Idee den Pflegebereich und die Alterswohnungen in einem Gebäudekomplex unterzubringen und diese im Erdgeschoss miteinander zu verbinden, ist überzeugend. Die Erschliessung wird vereinfacht und die Bewohner der Alterswohnungen erreichen so alle internen Servicestellen, wie Spitex, Therapie oder Verpflegung, ohne das Haus zu verlassen.

Sowohl im Pflegebereich wie auch im Bereich der Alterswohnungen hat es in jedem Geschoss immer einen kleinen «Dorfplatz», welcher der Gemeinschaftspflege dient.

Man kann sagen: Was lange währt, wird endlich gut.

Liebe Leserinnen und Leser: Was halten Sie vom Projekt? Benützen Sie die Kommentarfunktion, um begründete Kritik oder Anregungen einer breiteren Leserschaft und der Bauherrschaft (Alterszentrum Würenlos AG) zu Kenntnis zu bringen. Das definitive Projekt wird nun erst ausgearbeitet.

Das Alterszentrum – clever angeordnet, aber hoch

Das Siegerprojekt von Fiechter Salzmann Architekten. Ansicht vom Rössliweg her. Der Haupteingang befindet sich im fünfstöckigen Trakt in der Bildmitte, in den 2 Geschossen darüber ist die Pflegeabteilung untergebracht. Im Trakt links davon und über der Pflegeabteilung sind betreute Alterswohnungen vorgesehen. Die Fassade besteht teils aus rötlichem Klinker, teils aus Betonpartien.
Der Studienwettbewerb für das Alterszentrum ist entschieden. Mit ihrem Projekt Margerite haben Fiechter Salzmann Architekten Zürich in Zusammenarbeit mit Andreas Geser Landschaftsarchitekten, Zürich, die gestellte Aufgabe am besten gelöst. Mit einem langen, stark gegliederten, bis zu fünfstöckigen Bau entlang des Furtbachs haben die Gewinner die beste Lösung für die komplexe Aufgabe gefunden.

Mit dem Ergebnis des Studienwettbewerbs fürs Alterszentrum, das nun in der Alten Kirche von der Alterszentrum Würenlos AG präsentiert wurde, steht man wieder fast dort, wo man mit den beiden gescheiterten Projekten Falter am Bach (1994) und Ikarus (2003) schon einmal gestanden ist. Lagen damals gar schon ausführungsreife Projekte vor, so müssen nun ein Vor- und ein Bauprojekt erst noch ausgearbeitet werden, bevor dann das Bewilligungsverfahren seinen Lauf nehmen kann. Doch dass einmal mehr ein Meilenstein gesetzt ist, wie Toni Möckel, Gemeindeammann und VR-Präsident der Alterszentrum Würenlos AG sagte, ist erfreulich. Und man darf wohl auch darauf vertrauen, dass das kompetent zusammengesetzte Gremium, das die Wettbewerbsarbeiten beurteilt hat, seinen Entscheid sorgfältig getroffen hat.

Was mir durch den Kopf geschossen ist beim ersten Blick auf die Stellwand mit den Plänen und den Bildern des Siegerprojektes? – Hoppla, das ist aber ein recht wuchtiger Riegel, der sich da zwischen Rössliweg und Furtbach schieben wird. Ob da der von den Würenlosern so heiss geliebte Doppelzwiebel-Kirchturm überhaupt noch drüber hervorlugen wird? Frappant, dass nach dem ersten Altersheimprojekt von 1994 nun auch das neueste Projekt die Nähe des Furtbachs sucht.

Auf den 2. Blick scheint mir die Fassade des Seniorenriegels noch stark verbesserungswürdig. Zwar überzeugt die durchdachte höhenmässige Abstufung des Gebäudes, doch finde ich die Gestaltung der Fassade zu unruhig. Aber das ist, wie ich im Gespräch mit anderen Vernissage-Besuchern gemerkt habe, Geschmacksache. Entstehen wird das grösste Gebäude, das im Dorf je gebaut worden ist. Und zusammen mit der jüngst vorgestellten Überbauung Steinhof wird es den Charakter des Dorfes verändern: Mit einem bis zu fünfstöckigen Gebäude mitten im Zentrum wird das Gesicht von Würenlos städtischer. Die verbliebenen Reste des alten Dorfes werden wortwörtlich kleiner, auch wenn die Planer auf die Einordnung des Neubaues in die Umgebung besonders zu achten hatten.

Aber es ist halt auch viel Nutzraum unter einen Hut zu bringen: 44 Pflegebetten, 40 Kleinwohnungen mit Dienstleistungen, eine Cafeteria, eine Tiefgarage sowie Räume für ergänzende Nutzungen wie Spitex-Stützpunkt oder Ärztezentrum. Für ein so grosses Bauvorhaben an diesem Standort im Dorfzentrum eine gute Lösung zu finden, war für die die sieben ausgewählten Planungsteams (darunter ein solches aus Nachwuchsleuten) eine anspruchsvolle Aufgabe. Wie der frühere Aarauer Stadtbaumeister und Mitglied des Beurteilungsgremiums Felix Fuchs ausführte, haben alle Teams Arbeiten von hoher Qualität abgeliefert.

Das Siegerprojekt hat von allen Projektstudien laut Fuchs „die besten Realisierungschancen“. Dies nicht nur, weil es mit dem langen Bau zwischen Rössliweg und Furtbach eine architektonisch und betrieblich überzeugende Lösung darstellt, sondern auch, weil es platzsparend ist – so bleibt ein schöner Teil der Zentrumswiese für andere öffentliche Nutzungen frei. Und auch baurechtlich dürfte der Aufwand laut Fuchs eher kleiner sein als bei den Projekten der anderen Teams. So hält das Siegerteam zum Beispiel die erforderlichen Bauabstände überall ein. Ihr Projekt dürfte das einzige sein, das sich ohne zeitraubenden Gestaltungsplan realisieren lässt.

Die Projekte der sieben Teams unterscheiden sich erheblich. Einige bringen das geforderte Raumprogramm in mehreren Einzelgebäuden unter. Das Siegerprojekt kommt mit einem einzigen, allerdings stark gegliederten Baukörper aus, der eine durchgängige und ebenerdige interne Verbindung ermöglicht. Bei einem Bau so nahe am Furtbach hat der Hochwasserschutz grosse Bedeutung. Der Sockel des Siegerprojektes liegt 1 Meter über Furtbachniveau – das soll ausreichend sein.

Das Siegerprojekt vermag indes nach Ansicht des Beurteilungsgremiums auch noch nicht in allen Punkten restlos zu überzeugen. Verbesserungswürdig sei die Wohnlichkeit der Pflegegeschosse, die Gestaltung sei hier noch etwas gar spitallastig, sagte Cornelia Pauletti, Architektin und Mitglied des Beurteilungsgremiums. Etwas im Stiche gelassen habe das Planungsteam die Bauherrschaft auch, was die Gestaltung des Aussenraums zum Furtbach hin betrifft. Aber das lässt sich im weiteren Verlauf der Planung ja noch nachholen.

Nicht nur die Alterszentrum Würenlos AG als Bauherrin, sondern auch der Gemeinderat sind laut Felix Fuchs weiter gefordert. Der Gemeinderat müsse sich etwa darüber Gedanken machen über die künftige Nutzung der Zentrumsscheune und des unüberbaut bleibenden Teils der Zentrumswiese.

In einem weiteren Beitrag wird würenblicker das Siegerprojekt noch genauer unter die Lupe nehmen. Die Arbeiten aller sieben Planungsteams sind ab Freitag, 25.1. – Dienstag, 29.1. im reformierten Kirchgemeindehaus ausgestellt (Zeiten:hier).