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Auch Asylsuchende gärtnern im Garten jEden

Am Würenloser Früeligsmärt sind die Hochbeete der Aktion Garten jEden bepflanzt worden. Die Aktion wird nun schon zum zweiten Mal von der Jugendarbeit der Region in diversen Gemeinden durchgeführt. Unter den Würenloserinnen und Würenlosern, welche Hochbeete in unserer Gemeinde betreuen, sind neu auch Bewohner der Asylunterkunft Wiemel. Unter fachkundiger Anleitung von Gärtnermeister Thomas Hotz waren zwei der jungen Männer am Früeligsmärt fleissig am Werk. Sie bepflanzten nicht nur jene zwei Beete, die noch gleichentags vor der Asylunterkunft am Rande des Schwimmbadparkplatzes aufgestellt wurden,sondern auch gleich noch das Hochbeet der Kochschule.

Unter der Obhut der Asylsuchenden gedeihen die gepflanzten Gemüse, Salate und Erdbeeren prächtig. Dereinst dürfen sie gemäss den Zielen der Aktion Garten jEden auch von Passanten geerntet werden. Zudem sollen sie den Speiseplan der jungen Männer bereichern, von denen die meisten nun schon anderthalb Jahre in der unterirdischen Zivilschutzanlage leben. Diejenigen unter ihnen, die in Sprachkursen und schulischen Integrationsprogrammen teilweise erstaunlich rasch Deutsch gelernt haben, freuen sich über Kontakte mit der Bevölkerung, wagen es aber oft nicht, den ersten Schritt zu tun.

Asylsuchende aus dem Würenloser „Untergrund“ werden sich der Würenloser Bevölkerung in den kommenden Monaten noch einige Male in Erinnerung rufen. So etwa als freiwillige Helfer am bevorstehenden Kreisturnfest und an der 1- August-Feier. Im September dann werden Würenloserinnen und Würenloser eingeladen sein, gemeinsam mit Asylsuchenden im Gmeindschäller einen feinen Znacht zu kochen und zu geniessen.

(Dieser Text erschien in etwas kürzerer Form bereits in der „Limmatwelle“).

Dümmer geworden?

Die Bezirksschule in Wettingen.

Ein Bericht der «Schweiz am Wochenende» hat womöglich Würenloser Eltern verunsichert. Es geht um den Anteil der Schüler, die nach der 6. Primarklasse an die Bezirksschule übertreten. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren im Bezirk Baden gesamthaft gestiegen, in Würenlos aber gesunken. Sind die Würenloser Schüler schwächer oder die Schule schlechter geworden?

Der Bericht vom 21. April wirft im Fall Würenlos mehr Fragen auf als er beantwortet. Eigentlich ging der Journalist Pirmin Kramer der Frage nach, ob der Wechsel von 5 auf 6 Jahre Primarschule den Bezirksschüler-Anteil signifikant verändert hat. Signifikant änderte sich nichts, wie aus dem bisher unveröffentlichtem Zahlenmaterial hervorgeht, das Statistik Aargau dem Autor zur Verfügung gestellt hat. Der Bezschüler-Anteil ist über den ganzen Bezirk Baden betrachtet minim gestiegen, von 44,7 % auf 46,7 %. Der Anstieg erstaunt Elisabeth Abassi, Präsidentin des Aargauer Lehrerverbands. Man habe wegen der Abschaffung der Aufnahmeprüfung, welcher sich «Zweifelsfälle» stellen konnten, eher eine sinkende Quote erwartet, sagte sie der «Schweiz am Wochenende».

Etwas Anderes, Erstaunliches offenbarte aber das Zahlenmaterial: Riesige Unterschiede beim Anteil der Bezirksschüler in den einzelnen Gemeinden. Ein geradezu absurder Ausreisser ist das Steuerparadies Bergdietikon: In den Jahren 2015 – 17 traten nicht weniger als 81 % aller Oberstufenschüler an die Bezirksschule über. In den beiden Jahren zuvor waren es erst 54,4% gewesen. Am unteren Ende der Skala steht Neuenhof mit einem Bezschüler-Anteil von gerade mal 24,7 %; immerhin hat sich hier die Quote wie im ganzen Bezirk um 2 Prozentpunkte erhöht.

Anders in Würenlos. Mit einem um 2,4 Prozentpunkte auf 42,6 % gesunkenen Bezschüler-Anteil liegt unsere Gemeinde nun unter dem Bezirksdurchschnitt und in der hinteren Hälfte aller 26 Bezirksgemeinden: 16 Gemeinden haben einen höheren Bezschüler-Anteil, nur gerade 9 einen tieferen. In den letzten beiden Jahren mit dem alten System (5 Jahre Primar-/4 Jahre Oberstufe) lag Würenlos mit einem Bezschüleranteil noch knapp über dem Bezirksdurchschnitt; nur 11 Gemeinden hatten einen höheren Bezschüler-Anteil.

Die Bezquote sinkt, wie den Rechenschaftsberichten der Einwohnergemeinde zu entnehmen ist, in Würenlos seit längerem, wenn auch nicht dramatisch. Besuchten im Schuljahr 2009/10 noch 46 % aller Oberstufenschüler die Bez, so sind es jetzt noch 42,6 %. Pro Jahrgang sind einige wenige Schüler betroffen. Aber weshalb ist der Bezschüler-Anteil in Wettingen um 9 Prozentpunkte auf 51,6% gestiegen oder in Ehrendingen um 6 Prozentpunkte auf 50,8%? Um nur zwei Gemeinden zu nennen, die Würenlos überflügelt haben.

Lehrerverbands-Präsidentin Abassi führt den leicht höheren Bezschüler-Anteil im Bezirk darauf zurück, dass Eltern ihre Kinder je länger je mehr in die die höhere Schulstufe pushen – mit Zusatzunterricht an Privatschulen und Nachhilfestunden. Dies darum, weil sie überzeugt seien, die Bez werde einen direkten Einfluss auf den späteren Lebensstandard ihrer Kinder haben.

Sind Würenloser Eltern weniger ambitioniert? Oder vielleicht auch bloss vernünftiger, weil es nur allzu rasch zu einer Überforderung der Kinder führen kann, wenn sie auf Teufel komm raus in den obersten Schultyp gepusht werden? Aber was, wenn sich zusätzlich geförderte Kinder in der Bez halten können? Muss man dann nicht an der Begabtenförderung in der Primarschule oder am Selektionsverfahren zweifeln?

Dass Gemeinden mit hohem Ausländeranteil und relativ vielen günstigen Wohnungen wie Neuenhof und Spreitenbach am unteren Ende der «Rangliste» stehen, überrascht wenig. Der Neuenhofer Schulpräsident Jürg Amrein weist in der «Schweiz am Sonntag» zu Recht auf den höheren Anteil von Kindern aus bildungsfernen Familien an seiner Schule hin. Kinder aus bildungsfernen Familien sind an der Bez (und auch an Mittelschulen) untervertreten.

Je teurer der Wohnraum, desto bildungsnäher die Familien und desto höher der Bezschüler-Anteil? Ein Trugschluss, wenigstens im Falle von Würenlos. Das Wohnen hier ist ziemlich teuer, teurer jedenfalls als in Ehrendingen oder Fislisbach. Dort ist die Bez-Quote aber höher als bei uns. Sind Fislisbacher oder Ehrendinger Kinder gescheiter als die unsrigen? Ist unsere Bevölkerung gar nicht so toll, wie wir gerne meinen?

Doch zurück zu politisch korrekteren Fragen. Der Wettinger Schulpflegepräsident Thomas Sigrist sieht einen Grund für die in seiner Gemeinde kräftig angestiegene Bez-Quote darin, dass seit ein paar Jahren alle 5.- und 6.-Klässler zentral in einem Schulhaus unterrichtet werden. Der vermehrte Austausch der Lehrer und der Schüler untereinander habe einen positiven Einfluss auf das Niveau, vermutet er. – In Würenlos werden die Primarschüler seit Jahrzehnten zentralisiert unterrichtet. Die Bez-Quote liegt dennoch 9 Prozentpunkte tiefer als Wettingen.

Liegt’s womöglich an der Bez Wettingen, die im Vergleich mit anderen Bezirksschulen als ziemlich streng gilt? Schicken Würenloser Eltern und Primar-Lehrpersonen die Kinder deshalb lieber in die Sek? Aber die Kinder könnten ja wie die Bergdietiker auch die Bez Spreitenbach besuchen. Die Bergdietiker Familien schätzen diese Schule offensichtlich – stellt sie vielleicht etwas weniger hohe Anforderungen?

Wie gesagt, Fragen über Fragen.

Vielleicht nicht schon jetzt, aber alle Jahre wieder…

… warten wir alle auf den Samichlaus und das Christkind! Doch noch vorher kommt unsere Würenloser Weihnachtsbeleuchtung – und mit ihr die Diskussionen über deren Gestaltung und Bedeutung.
Nun könnte man ja sagen: «Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.» Letztlich ist die Würenloser Weihnachtsbeleuchtung ja vom örtlichen Gewerbeverein gesponsert worden und wird auch jedes Jahr von diesem in Fronarbeit vor dem Advent aufgehängt und Anfang des neuen Jahres wieder abgebaut. Aber bekanntlich lässt sich ja über Geschmack streiten.
Die alljährlichen Diskussionen und Bekundungen zu unserer Weihnachtsbeleuchtung zeigen, dass diese doch ein viel beachteter Bestandteil der Adventszeit geworden ist. Und natürlich soll sie erfreuen und gefallen. Da es ab und an auch kritische Stimmen zur Gestaltung und dem Sujet gibt, hat sich der Gewerbeverein Würenlos gefragt, wie möglichst viele Stimmen abgeholt und in konstruktiver Art und Weise in den Entwurf DER Würenloser Weihnachtsbeleuchtung eingebunden werden können.
Damit wirklich alle interessierten und engagierten Personen, ob gross oder klein, ob jung, junggeblieben oder schon etwas gesetzteren Alters sich gestalterisch einbringen können, lancieren wir am diesjährigen Früeligsmärt vom 28. April einen Wettbewerb. Dort wird der Gewerbeverein einen eigenen Stand betreuen, an welchem zwei originale bisherige Beleuchtungen ausgestellt sind. Sie können eigene Gestaltungsideen auf Vorlageblätter erstellen, auf welchen die grundlegenden Vorgaben ersichtlich sind. Die Vorlageblätter und Teilnahmedetails sind auch über die Website des Gewerbeverein Würenlos (www.gewerbe-wuerenlos.ch) erhältlich. Ergreifen Sie die Gelegenheit, die Würenloser Weihnachtsbeleuchtung mitzugestalten und einen Preis zu gewinnen! Besuchen Sie uns am 28. April am Früeligsmärt und reichen Sie uns Ihren Vorschlag gleich vor Ort oder bis Ende Oktober 2018 ein:
Gewerbeverein Würenlos, Postfach, 5436 Würenlos oder kontakt@gewerbe-wuerenlos.ch.
Am Christchindlimärt 2018 kann über eine Auswahl der besten eingegangenen Vorschläge (und das bestehende Modell) abgestimmt werden.

Der 200. Artikel gehört zu den meistgelesenen

«455 Tage im Untergrund sind genug», dieser am 26. Februar publizierte Artikel über die problematische Unterbringung von Asylbewerbern in der Zivilschutzanlage Wiemel war der 200. Beitrag seit dem würenblicker-Start vor viereinhalb Jahren. Es ist auch einer der meistgelesenen in letzter Zeit.

Mit Angaben zu seinen Nutzerzahlen war würenblicker stets vorsichtig. Um zu messen, wie stark ein Blog oder generell eine Website frequentiert wird, stehen verschiedene Methoden und Programme zur Verfügung – sie führen zu krass unterschiedlichen Ergebnissen.

So verzeichnete die offizielle Website unserer Gemeinde (www.wuerenlos.ch) 2015 noch geschätzte 292 000 Besuche. Im Jahr darauf sollen es nur nur noch 43’941 gewesen sein. Dieser Rückgang hatte mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Wie im Rechenschaftsbericht der Gemeinde für das Jahr 2016 dargelegt wird, machte ein Wechsel des Statistikprogrammes einen Vergleich mit den Vorjahren unmöglich. Exakt messbar waren dagegen die Bestellungen, die 2015 und 2016 am Online-Schalter der Gemeinde getätigt werden. Ihre Zahl stieg um 20 %.

Vielleicht sind Statistikprogramme, bei welchen die User viele persönliche Daten von sich preisgeben, zuverlässiger als andere. Aber an Daten seiner Leser ist würenblicker nicht interessiert und sie sollen auch nicht in falsche Hände gelangen können. Gesucht sind also andere Indikatoren, die Anhaltspunkte dafür liefern, ob ein Artikel auf Interesse stösst oder nicht. Ein solcher Indikator ist die Bewertung, die würenblicker-Leser zu jedem Artikel mittels Anklicken eines Buttons abgeben können. würenblicker bietet dafür zwei Icons an: «Daumen hoch» (gefällt mir) sowie «Daumen runter» (gefällt mir nicht). Pro Artikel wird von einem bestimmten PC, Handy oder Tablet nur eine Bewertung akzeptiert.

Zugegeben, was bewertet wird, bleibt oft nebulös: Ist es die Art und Weise, wie über ein Thema geschrieben wird, oder wird das, worüber geschrieben wurde, als gut oder schlecht empfunden? Trotz ihrer beschränkten Aussagekraft und obwohl sie eigentlich in den Sozialen Medien wie Facebook oder Twitter beheimatet und bei Blogs weniger gebräuchlich sind, behält sie würenblicker bei als Indikatoren im erwähnten Sinn.

Zu den meisten würenblicker-Artikeln werden 15 bis 75 Bewertungen abgegeben. Diese Zahl ist nicht zu verwechseln mit jener der Leser. Die dürfte um ein Mehrfaches höher sein, geben doch längst nicht alle Leser eine Bewertung ab.

Seit 2013 haben 15 Artikel 100 Bewertungen und mehr erhalten. Die Rangliste:

1. Umherirren in finanzieller Finsternis: 128 Bewertungen (97+31)
2. Abpfiff (Kommentar zur Ablehnung Projektierungskredit Sportplatz Tägerhard): 123 (61+62)
3. Die heisseste Ecke (Verkehrssituation Poststrasse): 122 (101+21)
4. Ein Nein ist hart aber nötig (vor Referendumsabstimmung Sportplatz Tägerhard: 121 (72+49)
5. Planung à la Würenlos (unterschlagene Entwicklungsstudie Im Grund): 118 (84+34)
6. Gemeinderätin Funk tritt zurück (Kommentar): 113 (70+43)
7. Freie Fahrt für den Würenloser Schuldenexpress (Nach Winter-GV 2014): 112 (86+26)
8. Sportanlage – wie stimmen? (Vor Referendumsabstimmung Sportplatz): 110 (71+39)
9. Der Um- und Erweiterungsbau ist sinnvoll (Kindergarten Buech): 109 (79+30)
10. Ewige Gräben (diverse Themen): 108 (64+44)
11. Kein Weihnachtsgeschenk der Ortsbürger (Landabtausch für Alterszentrum): 103 (64+39)
12. Würenloserinnen machen Schlagzeilen: 102 (71+31
Landverkauf zum Schuldenabbau?: 102 (73+29)
13. Denken mit zwei Beinen statt mit vier Rädern (Langsamverkehr): 100

Sparen und Nachhaltigkeit in der Politik: 100 (57+43)

Keine Insel mehr im Flüchtlingsstrom: 100 (44+56)

Bis auf einen wurden alle Top-15-Beiträge in den Jahren 2013 und 2014 aufgeschaltet. Die vielen Bewertungen können – müssen aber nicht – damit zusammenhängen, dass damals der Blog etwas mehr beachtet wurde als heute. Es ist aber auch so, dassdDie Zahl der Bewertungen nach der Publikation noch während Monaten anzusteigen pflegt. Die Beiträge werden also oft noch lange nach dem Aufschalten gelesen. Der 200. Beitrag, jener über die Asylunterkunft, hat bisher 69 Bewertungen erhalten. Er hat also durchaus das Potenzial, noch in die 100er-Liga aufzusteigen.

Seit 2013 sind auch 165 Kommentare zu würenblicker-Artikeln veröffentlicht worden. Zum Beitrag über die Asylunterkunft sind es bisher drei. Es mag erstaunen, dass trotz des explosiven Themas alle 3 Kommentare mit mir, dem Blogger, einig gehen.

Eine Gegenstimme hat sich zwar gemeldet. Aber diesen Kommentar bekommen Sie nicht zu Gesicht, ich habe ihn nicht freigeschaltet. Nicht, weil er eine missliebige Meinung vertritt. Man kann von mir aus der Meinung sein, dass es nicht Aufgabe der Gemeinde sei, für eine bessere Unterkunft zu sorgen; Abhilfe sollten doch wir Privaten schaffen, die sich am unterirdischen Massenlager stören. Doch der Kommentator oder die Kommentatorin hat sich nicht an die auf würenblicker klar deklarierten Spielregeln gehalten. Die Person hat ihren wahren Namen verschwiegen und auch eine gefakte E-Mail-Adresse angegeben.